{"id":816,"date":"2021-03-30T18:53:56","date_gmt":"2021-03-30T16:53:56","guid":{"rendered":"https:\/\/feldgespraeche.de\/?page_id=816"},"modified":"2021-10-22T13:54:35","modified_gmt":"2021-10-22T11:54:35","slug":"indien-und-zurueck-kapitel-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/indien-und-zurueck\/indien-und-zurueck-kapitel-2\/","title":{"rendered":"Indien und zur\u00fcck &#8211; Kapitel 2"},"content":{"rendered":"<section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div class='avia_textblock  '  style='font-size:16px; '  itemprop=\"text\" ><h2>Indien und zur\u00fcck.<\/h2>\n<blockquote>\n<p>Angekommen &#8211; Kapitel 2<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Staubig hier. Das war mein erster Gedanke als ich dann endlich in meinem Taxi sa\u00df. Der Fahrer war freundlich und schien mir sehr gebildet. Wir unterhielten uns in Englischer Sprache und ich wunderte mich schon, dass das so gut funktionierte.<br \/>\nWir waren kaum f\u00fcnfhundert Meter gefahren, da standen wir schon im Stau. Ah \u2013 wie in M\u00fcnchen. Wenn ich nicht so m\u00fcde gewesen w\u00e4re, dann h\u00e4tte ich vermutlich schon Gefallen an dieser Art von Entschleunigung gefunden. Jetzt wollte ich aber nur noch ins Bett. Zudem wusste ich ja nicht was noch alles auf mich zukam.<br \/>\nNach etwa zwei Stunden Fahrt hatten wir dann etwa zehn Kilometer geschafft. Er hielt an einer Baracke an, stieg aus und winkte mir, ihm zu folgen. Er begr\u00fc\u00dfte einen alten Freund so wie mir schien und stellte mich \u2013 den Deutschen vor. Ein Tee wurde aufgesetzt. Auf einem alten Ofen mit Wasser aus einer Leitung wo man nicht sicher sein konnte woher es kam. Er lud mich zu einer Tasse ein. Ich verneinte jedoch und dachte nicht, dass er mich \u00fcberreden k\u00f6nnte. Vertrau mir! Alles Gut. Nur zu, trink! In Ordnung. Ich wollte niemanden verletzen oder beleidigen und so hab ich schon nach wenigen Stunden in diesem Fremden Land begonnen, meine Grunds\u00e4tze \u00fcber den Haufen zu werfen. Nach einer weiteren Stunde fahrt kamen wir dann endlich an.<\/p>\n<p>Die Unterkunft war klein und behaglich. Amal \u2013 die gute Seele des Hauses \u2013 zeigte mir die wenigen Annehmlichkeiten die dieser Ort zu bieten hatte. Ich war sehr zufrieden. Genau, wie ich es mir vorgestellt hatte. Amal war sehr gespr\u00e4chig und interessiert. Er konnte gut Englisch und so blieb es nicht aus, dass ich mich mit ihm noch einige Zeit unterhielt. Im Anschluss viel ich m\u00fcde ins Bett.<\/p>\n<p>Musik? Ah, 6:00 Uhr. Ein Fest am Morgen? Ich kroch verschlafen aus dem Bett und lief erst mal quer \u00fcber den Flur um die wichtigsten Dinge zu erledigen. Amal kam mir schon entgegen und bot mit einen Tee an. Ich folgte ihm hin\u00fcber in das Wohnzimmer wo eine indische TV-Soap \u00fcber den Bildschirm flimmerte. Ich fragte ihn welche besondere Bewandtnis diese laute Musik da drau\u00dfen habe? Als er mir dann erkl\u00e4rte, dass das der Weckruf zum Reinigen und vorbereiten der Tempel war, hatte ich schnell verstanden, dass dieser &#8220;Wecker&#8221; wohl jeden Tag klingeln w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ich ging nach drau\u00dfen und sah mich ein wenig in diesem kleinen Fischerort um. Es gefiel mir sehr und f\u00fcr mich war klar, dass man es hier gut aushalten kann.<br \/>\nIch lief zum Wasser, planschte ein bisschen mit den F\u00fc\u00dfen und ging dann weiter den Strand entlang um wieder in eine Stra\u00dfe einzubiegen, die von lauter kleinen Gesch\u00e4ften ges\u00e4umt war. Auch eine kleine Ayurveda-Praxis querte meiner Wege. Ayurveda stand auch auf meinem Erlebnisplan. Zeit mich gro\u00dfartig dar\u00fcber zu informieren hatte ich mir vorab nicht genommen. Ayurvedische Therapien waren in alle Munde und das reichte mir um diesem Mainstream ebenfalls zu folgen. Einfach mal abschalten und was f\u00fcr die Seele tun.<br \/>\nIch entschloss mich direkt hineinzugehen um etwas \u00fcber Anwendungen und dessen Preise zu erfahren. Erfreulich! Ich war nicht der einzige Europ\u00e4er der diesen Ort gefunden hatte. Eine gesch\u00e4ftige Person bat mich Platz zu nehmen und zu warten, bis der Arzt Zeit f\u00fcr mich h\u00e4tte. Das ging jetzt mal schnell und \u201cVorhaben\u201d und \u201cErgebnis\u201d waren definitiv nicht identisch. Ich wollte ja nur wissen, was es kostet.<br \/>\nNach 30 Minuten Wartezeit wurde gebeten zu folgen und ich fand dann meinen Platz im Stuhl des kahlen und k\u00fchlen Arztzimmers. St\u00fchle, Tisch, PC. Der Arzt war jung, gut angezogen und machte keinerlei Eindruck eines zerzausten Gurus. Die Analyse war in zwei Minuten abgeschlossen. Er hielt dazu nur meine beiden H\u00e4nde und f\u00fchlte den Puls. Seine Diagnose tippte er dann in \u201cGoogle\u201d ein und dr\u00fcckte auf den Button \u201cTranslate\u201d und ich las: \u2026alles in Ordnung soweit. Nur der Kopf!?<br \/>\nIch bekam eine entspannende Therapie verordnet: Massagen, einen \u00d6laufguss und Ashwagandha zum Schlucken \u2013 zwei mal t\u00e4glich. Perfekt. So hatte ich mir einen guten Start vorgestellt.<\/p>\n<\/div><\/section>\n<div  class='avia-button-wrap avia-button-left  avia-builder-el-1  el_after_av_textblock  avia-builder-el-last ' ><a href='https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/indien-und-zurueck\/indien-und-zurueck-kapitel-3\/'  class='avia-button  avia-color-theme-color   avia-icon_select-no avia-size-large avia-position-left '   ><span class='avia_iconbox_title' >Kapitel 3<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":805,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-816","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/816","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=816"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/816\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1712,"href":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/816\/revisions\/1712"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/805"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/feldgespraeche.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=816"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}